Tiefburgschule

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Die Tiefburgschule ist eine von zwei in Handschuhsheim existierenden staatlichen Schulen, die 1897 auf dem vormaligen Grund der Grafen von Helmstatt in der Kriegstraße gegründet wurde.

Tiefburgschule 1957
Tiefburgschule 1957 (Foto: Tiefburgarchiv)

Erste Anhaltspunkte für das Bestehen einer Schule in Handschuhsheim gehen  auf die Waisenhausordnung aus dem Jahre 1588 zurück. Für das Jahr 1862 erwähnt  Herbert Derwein in seinem Buch „Handschuhsheim und seine Geschichte“ den Abriss eines Schulhauses am Lindenplatz, das durch einen geräumigeren Neubau in der Oberen Kirchgasse ersetzt wurde. Zu Beginn des Jahres 1877 vereinigte man die beiden bestehenden konfessionellen Lehranstalten zur Simultanschule (Gemeinschaftsschule).

Der Unterricht für 400 Kinder erfolgte zunächst in vier Räumen. Lediglich der Religionsunterricht wurde getrennt abgehalten.

Auch nach der Fertigstellung der neuen Volksschule in der Kriegsstraße und der Einweihung am 1 . Mai 1897, war durch jahrgangsabhängige Überbelegungen zeitweise eine Auslagerung von Schülern nach Neuenheim und in das alte Schulhaus in der Oberen Kirchgasse notwendig.

Am Tag der Eingemeindung nach Heidelberg, dem 1.Januar 1903, waren von insgesamt 712 Schülerinnen und Schülern, ein Großteil von der Auslagerung betroffen.

Seit den 60-er Jahren ist die Tiefburgschule, mit ca. 250 Kindern, eine reine Grundschule.

Nach der 100- Jahrfeier 1997 wurde der Bau der fehlenden Turnhalle in Angriff genommen. Das prägende Merkmal des Baukörpers ist, dass der Bau mit Halle und Nebenräumen, unterhalb des Schulhofes um ein Geschoss eingegraben wurde. Trotzdem kann viel Tageslicht eindringen und der Hallenraum wird von einem gleichmäßigen Lichtpegel erfüllt.

Tiefburgstein
Tiefburgstein (Foto: Kunze)

Während den Aushubarbeiten kam ein Sandstein – Findling zu Tage, der von dem Handschuhsheimer Steinbildhauermeister, Herr Mathes, bearbeitet wurde. Die Vorderfläche ist als stilisierte Hausfront der Schulgebäudes ausgestaltet. Im Sprachgebrauch der Tiefburgkinder ist dies der sogenannte „Tiefburgstein“ und dient als Treff – und Sammelpunkt nach den Pausen.

(gg/ek)